In diesem Beitrag wollen wir uns mit den Übungen für jede der 7 Bewusstseinsebenen beschäftigen, und damit wie wir unsere Emotionen regulieren können. Emotionsregulation ist etwas, das vieles erleichtert. Lies hier, wie du weiter kommst.

Nur der Klarheit halber: Emotionsregulation ist was anderes, als Emotionen unterdrücken!

Emotionen zu unterdrücken, das macht mit der Zeit krank, und ist daher nicht zu empfehlen. Emotionen regulieren bedeutet, sich der eigenen Beweggründe bewusst zu werden, und emotionale Blockaden aufzulösen. Die Emotionen werden sich der neuen Bewusstheit sofort anpassen. Das Leben wird gelassener und Freundschaften werden schöner.

Welche Übungen und Achtsamkeits-Praktiken passen für jede der 7 Bewusstseins-Ebenen?

Viele dieser Praktiken basieren auf der mentalen Ausrichtung im Alltag.

Es handelt sich nicht zwingend um Übungen, die du zusätzlich zu deinem Alltag durchführst. Vieles davon ist sinnvollerweise so in den Alltag zu integrieren, dass sie dich zeitlich nicht beanspruchen.

Dafür helfen sie dir deinen normalen Alltag bewusst zu gestalten.

Die Übung für die 1. Ebene ist Sport und Körpertherapie

Jede Form der Bewegung, egal ob therapeutisch motiviert, oder eher auf Fitness ausgerichtet, ist hier angesiedelt.

In diesen Bereich gehören auch die physisch optimierten Yoga-Stile, Akrobatik und Praktiken bei denen extreme Flexibilität im Vordergrund steht. Alle Körpertherapien, wie manuelle Therapie und Massage gehören ebenfalls in diesen Bereich. Ausserdem zählt auch Sport in allen Formen hier hin.

Wenn dich jemand geärgert hat, und du …

  • … gehst joggen … bzw. RENNEN, in diesem Fall …
  • … machst 108 flotte Sonnengrüsse zu schneller Musik
  • … gehst zu einer körperlich anspruchsvollen Yogastunde
  • … Radfahren, Holz hacken, … usw.

… dann ist das eine Methode um die überschiessende Emotion und die zugehörigen Energien erst mal abzubauen. Danach kannst du wahrscheinlich besser entspannen, klarer denken, und dein Problem ohne allzu bewegende Emotionen klären. Zumindest meistens.

Die körperliche Ebene baut die emotionalen Energien ab, um Entspannung herbei zu führen. Daraus entsteht eine bessere innere Gelassenheit (zumindest besser als vorher) und die Wahrscheinlichkeit steigt, einen klaren Gedanken fassen zu können.

Die Ebene 2 wird geübt, indem man lernt seine Gefühle zuzulassen ohne zu reagieren

Der geschmeidige Umgang mit Gefühlen und Emotionen hat in der westlichen Welt keinen Platz.

In alten Kulturen ist es normal, dass starken Gefühlen ganz bewusst Raum gegeben wird. Dazu sind viele der lebensbegleitenden Rituale da.

In unserer konsumistisch und materiell ausgerichteten Welt geht das viel zu oft unter. Oder blockierte Emotionalität wird in sinnlosem Konsum ausgetobt, was auch nur eine Form der Verdrängung darstellt. Die zunehmende Zahl depressiver Menschen spricht hier klare Worte.

Besser ist es, sich regelmässige Auszeiten zu gönnen, bei Bedarf mit einem Berg Taschentücher ausgerüstet, und sich seinen Emotionen ganz (selbst)bewusst zu stellen.

Dabei wird dann beobachtet: was kommt da hoch, wenn ich es zulasse? … und was steckt dahinter, das auch mit kommt?

  • Dazu setze dich täglich mindestens 30 Minuten auf dein Sofa oder in eine andere bequeme Ecke, und lass die letzten 24-36 Stunden geistig Revue passieren.
  • Lade die mit den erinnerten Geschehnissen verbundenen Emotionen ein, sich zu zeigen.
  • Weiche nicht aus, sondern stelle dich ihnen. Das ist wichtig, sonst klappt es nicht.
  • Sobald sie sich zeigen, erlaube deinen Emotionen da zu sein. Lass dich auf keinerlei Ablenkung ein. Nimm die Emotionen bereitwillig an, ohne mit ihnen zu interagieren. Tue gar nichts, bleibe nur einfach drin.

Nach einer Zeit der emotionalen Aufgewühltheit, sobald deine Emotionen von dir ganz persönlich ausreichend und in entspanntem Zustand lange genug wahr genommen wurden, werden sie ganz von selbst wieder verschwinden.

Das ist eine Frage der Zeit, die du ihnen gibst. Sei geduldig mit dir und mit deinen Emotionen.

Nach der Phase der Aufgewühltheit kommt eine unglaubliche innere Ruhe.

Aus dieser inneren Ruhe wächst in dir eine sehr große Kraft. In diesem kostenlosen Videokurs zeige ich dir eine wirkungsvolle Methode, um überschiessende Emotionen aufzulösen, und ausgewählte positive Emotionen an ihre Stelle zu setzen.

Die Übung für die 3. Ebene ist die Beschäftigung mit den überlieferten Weisheiten der Helden-Geschichten, Märchen und Mythen.

Diese Geschichten transportieren die Weisheit unserer Vorfahren. Gerade die alten, überlieferten Geschichten aus unserer grauen Vorzeit sind ganz besonders wichtig für uns.

In Europa sind die Geschichten andere, als zum Beispiel in Asien oder Afrika. Wer in Europa verwurzelt ist, der ist mit den ur-europäischen Geschichten enger verbunden. Sie tragen den Geist unserer Vorfahren und inspirieren uns im Rahmen unseres eigenen Lebensumfeldes.

  • Lies deshalb die alten Mythen und Märchen, Heldensagen, und ähnliches.
  • Denke über die darin verborgene Weisheit nach.

Die Menschen unserer Vorzeit waren auf keinen Fall dümmer als wir. Manchmal denke ich, speziell in Bezug auf Lebensertüchtigung und Lebensweisheit waren sie sogar besser bestückt. Einfach deshalb, weil sie sich für ihre Gefühle und Emotionen Zeit genommen haben.

Die Art wie sie mit Emotionen und Gefühlen umgegangen sind, wie sie diese aufgelöst und geheilt haben, dieses Wissen wird in den alten Geschichten transportiert.

Das ist die Weisheit, die sie für uns haben. Gewöhne dir also an, regelmässig solche alten Geschichten in möglichst ursprünglicher Form zu lesen, und darüber zu meditieren. Die darin enthaltene Weisheit wird sich dir zeigen.

Durch den Weg des Verstehens, der Erkenntnis über die eigenen Beweggründe, machst du grosse Fortschritte in deiner Emotionsregulation. Du kannst deine Gefühle über diesen Erkenntnisweg auflösen und dir ein entspannteres Leben aufbauen.

Die Übung für die 4. Ebene ist es, Liebe ins Leben zu lassen

Ein wichtiges Lebensziel ist es zu lernen Liebe zu geben und Liebe zu nehmen.

Selbstliebe ist die unverzichtbare Voraussetzung, um andere lieben zu können.

Wer sich nicht selbst liebt, kann andere nicht lieben. Wer zu sich selbst ein verletztes Verhältnis hat, wird das auch immer zu anderen haben. So lange, wie die innere Verletzung “blutet”, so lange werden die äusseren Verbindungen ebenfalls bluten. Das ist die Folge unseres Wahrnehmungsfilters.  Unser Geist arbeitet einfach so und nicht anders.

Die gute Nachricht:

Du kannst deine innere Verbundenheit und Selbstliebe ganz bewusst stärken.

Jeder kann das. Zu jedem Zeitpunkt. Niemand ist davon getrennt. Es kommt nur darauf an, dass du bereit dazu bist. Vielleicht hast du es nur nie gelernt?

Die beste Übung dazu ist folgende:

  • In jeder Situation, wo dir jemand blöd kommt, wo dich in emotionalen Aufwallungen beliebiger Art wieder findest …
  • … verbinde dich. Dazu versetze dich in die Situation deines Gegenübers.
  • Wie würde es dir in dessen Situation ergehen?

Es geht darum zu verstehen, wie die dir entgegen gebrachte Handlung und die sie verursachende Emotion entstanden sein mag. Wenn du die Entstehung nachvollziehen kannst, dann hast du sie verstanden.

Etwas zu verstehen bedeutet nicht, dass du sie gut findest. Das bedeutet lediglich, dass du verstanden hast, wie es dazu kam.

Mit diesem Verständnis ausgestattet, kannst du nun beschliessen, die Situation zu verbessern, indem du deinem Gegenüber hilfst.

  • Entweder mit Vergebung
  • mit Dankbarkeit für seine Leistungen
  • indem du etwas tust, das deinem Gegenüber das Leben leichter macht. Wähle aus, was am besten passt.

WICHTIG:
Es geht nicht darum jede dir entgegengebrachte Dummheit durchgehen zu lassen. Oder gar dich ausnutzen zu lassen.
Ganz und gar nicht!

Der Mechanismus dahinter ist der folgende:

Wenn du dich mittels der Entwicklung von Verständnis mit deinem Gegenüber verbindest, löst du den in dir selbst schmerzenden Druck auf.

  • Verständnis für die Entstehung einer blöden Situation ist das Ventil, um bei dir selbst den Druck heraus zu nehmen.
  • Danach fällt es dir leichter geschmeidig damit um zu gehen. Du kannst wesentlich gelassener reagieren, und die für diese Situation passenden Maßnahmen wählen.
  • Das können auch Wege sein, auf das dir angetragene Verlangen nicht einzugehen. Manchmal ist ein klares Nein die richtige Antwort. Und im gelassenen Zustand bringst du das wesentlich souveräner rüber, als in aufgewühltem Zustand. Einem souveränen “Nein” ist schwerer was entgegen zu setzen.

Am besten tust du das natürlich in dem Bewusstsein, dass alles was geschieht, egal was, letztendlich immer in dir selbst geschieht.

Falls du also planst “trennende Maßnahmen” durchzuführen, denke daran, das du dich immer selbst trennst. In letzter Instanz.

Das kann das Richtige sein, muss es aber nicht. So manche “trennende Maßnahme” ist eine Verletzung des Selbst. Deshalb ist es gut, mit klarem und ruhigen Geist darüber eine Weile nachzudenken.

Die Übung für die 5. Ebene ist es Grenzen aufzulösen

… und sich durch achtsame, liebevolle und verbindlichkeitsfördernde Gestaltung des eigenen Lebens auszudrücken.

Wir schaffen uns ein gemeinsames Feld der Liebe, Weisheit und Verbundenheit mit den Menschen, die für uns wichtig sind.

Hier handelt es sich um einen reinen Bewusstseinsvorgang, der nicht zwingend mit konkreten Handlungen kombiniert sein muss. Wer die Ebene der Liebe verstanden hat, und bewusst damit umgeht, hat die Grundlage für das Auflösen der Grenzen geschaffen. (s. vorherigen Beitrag Loslassen Lernen #6.2: Emotionalität und die 7 Bewusstseinsebenen)

Wer im Bewusstsein der Grenzenlosigkeit lebt, ist sich der weitreichenden Wirkung jeder einzelnen Handlung bewusst. Es gibt kein “das weis doch keiner, was ich hier mache” mehr.

Alles wird als mit allem verwoben wahr genommen. Egal was es ist. Auch das Verborgene.

Jeder ist auf  – meist unbewussten – Ebenen mit allen anderen verbunden. Und auch dann, wenn man diese Verbindung nicht unbedingt so klar sehen kann wie eine Telefonleitung, so kann doch jeder im klaren Bewusstsein der Existenz dieser Verbindungen handeln.

Das führt in die höchstmögliche Authentizität. Lügen und Schummeln gehen gar nicht mehr.

Gedanke, Wort und Tat sind ineinander verschmolzen.

Daraus entsteht eine unglaubliche Kraft. auf einmal “fügen” sich die Ereignsse wie die Perlen auf einer Schnur aneinander. Es geschehen Dinge, die du nie für möglich gehalten hättest. Dir fallen Sachen zu, Zu-Fälle, an die du nie geglaubt hast.

Um das zu erreichen praktiziere vollständige Achtsamkeit. Sei dir in allem was du tust bewusst, dass du mit allem und allen verbunden bist. Lass dich nicht auf was anderes ein.

Denke rein, rede rein, handle rein. Die Reinheit zeigt sich auch in der Konsistenz von Denken-Reden-Handeln.

Dann werden deine Kraft und Energie so umfassend, wie das gesamte Lebens-Feld in dem du dich bewegst. Du hast alle Trennungen aufgehoben, und kannst umfassend im gesamten Feld deines Lebens “wirken”. Deine “Wirklichkeit” hat sich ausgedehnt.

Ob du dir aller Details dabei bewusst bist ist unerheblich. Es reicht, wenn du so handelst als wärst du es.

Die Übungen für die 6. Ebene ist die Beschäftigung mit Spiritualität und Erkenntnis

Wer die 5. Ebene klar hat, und sein gesamtes Denken, Reden und Handeln daraufhin gereinigt hat, der gelangt ganz von selbst in ein spirituelles Leben. Du hast bereits erlebt, was du mit der reinen Kraft deines Geistes erreichen kannst. Indem du alle deine Verbindungen in derselben Weise mit Energie füllst. Mit der Energie der Reinheit und Klarheit.

Du beginnst, deinen Verstand bewusst einzusetzen, um …

  • Vorhaben und Ziele zu realisieren
  • dich ganz bewusst für Inspirationen zu öffnen, um dich leiten zu lassen.

Du praktizierst beides im Wechsel: Fokus und Weite

Und in diesem Wechsel erlebst du neue Dimensionen deiner Wirksamkeit, deines Handlungsrahmens, des Kreises, in dem deine Handlungen wirksam sind. Dabei erlebst du dich selbst, inmitten aller dich umgebenden Unruhe, als Ruhepol.

Du bist die Achse, um die sich das Rad deines Lebens dreht.

Hier geht es um die tiefe, verstehende Durchdringung der unruhigen Welt, und dabei selbst in seiner Mitte zu ruhen.

Die Übung für die 7. Ebene ist die Stille der Meditation.

Du erlebst das Nichts. Nirwana.

Du bist mühelos in der Lage dich in Meditation zu begeben und praktizierst das täglich mit wachsender Ausdauer.

  1. Du setzt dich, und sitzt sehr schnell bequem, für eine längere Meditation. Meditation ist ein selbstverständliches und tägliches Bedürfnis geworden. Ohne sie würdest du dich seltsam abgetrennt fühlen. In deinen Meditationen kommst du “nach Hause”.
  2. Es ist für dich kein Problem, dich von allen aufwühlenden inneren Bewegungen zu lösen, und diese sich selbst zu überlassen. So kommst du schnell und zielgerichtet in die innere Ruhe. Darin kann dich auch keine sonstige äussere Unruhe stören, wie beispielsweise Lärm.
  3. Sobald du deine innere Stille erreicht hast, geniesst du sie mit allen Ebenen und Elementen deines Seins. Sie kann eigentlich nie lange genug dauern.

Wenn es dich zu oft “beutelt”, und du dich deinen Emotionen zu sehr ausgeliefert fühlst, dann ist dieser Tipp für dich Gold wert:

Im nächsten Beitrag geht es darum, wie du mit deinen Bewusstseinsebenen arbeiten kannst.

Im vorherigen Beitrag ging es um Emotionalität, und die 7 Ebenen des Bewusstseins.

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