Angst loslassen – Fünf Erste-Hilfemaßnahmen, die jeder durchführen kann. Du auch. Sie sind wirklich einfach. Und kostenlos.

Die 5 Tipps gegen Angst und innere Unruhe gibt’s ganz unten am Ende des Beitrags als Infografik zum Download. kostenlos.

Ohmann, heut ist was los. Ich bin völlig verspannt, und mein Kopf ist total wuselig. Sogar die Hände sind feucht.

Warum das so ist?

Es ist einfach zu viel los! Beruflich familiär, und der Freizeitstress. Es gibt so viele Dinge, so viele Pflichten. Alles mögliche, was noch erledigt werden will. Vor allem deshalb weil ich das so will.

Ja da entsteht ein richtiger Druck. Mindestens Anspannung. Und es kann auch nervös machen.

Manchmal kommt sogar Angst hoch.

Ja, Angst!

Nein ich mag keine Angst. Das fühlt sich total blöd an.

Die Angst kann gerne wegbleiben.

Leider ist es nicht so einfach

Die Angst, die Unruhe, die Nervosität, die Anspannung, all das kommt immer wieder zurück. Und das obwohl ich gar nicht haben will.

Das zeigt sich dann an den bekannten Symptomen: Spannungskopfschmerz, Unruhe, Schlafstörungen, und der allseits bekannte harte Nacken. Denn nur wer ausdauernd in seinem Stress verharrt, wird damit belohnt:

“Wer hartnäckig ist, bekommt einen harten Nacken!”

Das Schlimmste ist, wenn man versucht diese Ängste zu verstecken.

Das bringt gar nichts.

Letztlich sind es ja nur Signale des Körpers, die aus der alten Urzeit stammen. Aus der Zeit wo immer der Sägesäbelzahntieger um die Ecke kam, wo man von einem anderen Stamm gemeuchelt wurde, und wo man mit wilden Tieren um die letzten Nahrungsreserven kämpfen musste.

Damals gab es gute Gründe für diese Anspannungen, Diebe auch heute noch erleben. Angst ist wie eine Warnlampe, etwas das uns sagt: Vorsicht!

In der heutigen Zeit ist das alles etwas überdimensioniert. Wir brauchen diese Reaktion gar nicht mehr. Leider weiß unser Unterbewusstsein davon gar nichts. Dieses kennt den Unterschied zwischen Lebensgefahr und einem nervösen Chef oder Kunden nicht.

Heutzutage kommen wir in Stress wegen irgendwelcher Dinge, die mit der Kunst des Überlebens überhaupt nichts zu tun haben: Eine schlechte Note auf dem Zeugnis, zu viele Termine, den Rasen nicht gemäht, es nicht in die Yogastunde geschafft.

Aber es ist egal, ob und das passt oder nicht. Stress ist Stress.

Das ist einfach so.

Der Verstand kommt nicht gegen Angst und Nervosität an

Klar, der Verstand weiß genau, dass das alles so nicht passt. Und deswegen wollen wir das alles gar nicht spüren.

Wir sind doch erwachsen! Wir können das!

Also wird das ganze verdrängt. Wir tun obercool, und bauen uns noch mehr Stress auf, um uns von dieser inneren Unruhe abzulenken.

Wir ignorieren damit uns selbst.

Und wie immer wenn etwas ignoriert wird, geht es umso deutlicher zu uns zurück. Das was verdrängt wird, tendiert dazu immer deutlicher sichtbar zu werden. Bis man es nicht mehr übersehen kann.

Je stärker ich das mache, umso größer werden Ängste und Anspannung.

Irgendwann beginnen diese Emotionen sich körperlich auszudrücken: Rückenschmerzen, Kopfschmerzen, Knieschmerzen, Magenschmerzen, usw. Bis hin zu Depressionen, Burnout, Angststörung.

Das ist eine Teufelsspirale.

Sie endet mit dem Zusammenbruch.

Es gibt nur einen Weg da raus:

Der einzige Weg dort hinaus, das ist die Ängste anzuerkennen.

Zumindest vor sich selbst sollte man akzeptieren, dass sie da sind.

Denn nur dann ist es möglich mit ihnen umzugehen.

Was ich ignoriere und unterdrücke, damit kann ich nicht umgehen.

Dies bedeutet:

  1. Ich akzeptiere, dass ich diese Ängste habe, dass sie ein Teil meines Lebens sind. Deswegen brauche ich mich nicht zu schämen, denn das ist ganz normal.
  2. Ich kümmere mich darum, diese Ängste bewusst zu regulieren. Ich gehe damit so um, dass sie mir nicht nur nicht schaden, sondern dass sie aufgelöst werden.

Und dazu gibt es sehr sehr viele Möglichkeiten

Ängste und Anspannungen lassen sich durchaus auf gesunde Art herunter regeln. Und genau diese Möglichkeiten sollte man auch unbedingt nutzen.

Es lebt sich einfach besser, wenn man mit diesen Aspekten des Selbst achtsam umgeht. Wenn man sich den Raum für ein glückliches und entspanntes Leben schafft.

Ja genau, man muss sich diesen Raum selber schaffen

Jedes Mal, wenn Anspannung und oder Angst spürbar werden, muss etwas gezielt dagegen unternommen werden.

Und es ist sehr sehr wichtig, dieses im Kopf zu behalten. Es gehört einfach zu leicht in Vergessenheit, und wir sind wieder im Strudel der Ereignisse.

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Ich empfehle folgendes Mantra:

Ich darf Angst haben, das ist normal. Ich halte das aus.

… und dieses Mantra:

Ich bin voller Kraft, und ich erlaube mir regelmäßig Angst und Druck in meinem Leben zu verringern, weil mein Leben dadurch schöner wird.

Und nun wollen wir uns um die Maßnahmen kümmern, mit denen das funktioniert. Die sollte man kennen.

Fangen wir an.

Die 5 Tipps gegen Angst und innere Unruhe gibt’s ganz unten am Ende des Beitrags als Infografik zum Download. kostenlos.

Erste Hilfetipp #1: ein höheres Ziel anvisieren

Wann immer du feststellst, dass du dich verstrickt hast. Dass du dich wieder in Grübeleien verlierst, und deine Gedanken um dieselben Themen kreisen. Dann hebe deinen Blick aus diesem Sumpf heraus. Schaue auf dein höheres Ziel.

Was willst du in deinem Leben wirklich erreichen? Was ist wirklich wichtig hier?

Wirklich wichtig ist zum Beispiel nicht, dass der Rasen perfekt gestylt ist.

Wichtig ist, dass es uns allen miteinander gut geht, und die Familie glücklich zusammen leben kann.

Wirklich wichtig ist auch nicht, dass ich meine Arbeit in höchster Perfektion erledige.

Wichtig ist dass die Ziele des Projektes erreicht werden.

Die eine oder andere Abweichung wird dabei nicht stören. Möglicherweise bietet sie sogar Verbesserungspotenzial.

Es ist nicht wirklich wichtig, dass die Wohnung aussieht wie aus dem Möbelhaus-Katalog. Kein Mensch wird je auf meinen Grabstein schreiben: Sie hatte immer eine saubere Wohnung.

Viel wichtiger ist es liebevolle Beziehungen zu den Mitmenschen zu pflegen.

Wenn die Wohnung dabei mal ein bisschen kürzer treten muss, dann ist das völlig o. k. Dafür steht dann auf dem Grabstein: Sie war ein wundervoller Mensch

Der Trick ist also, auf auf die nächst höhere Ebene zu wechseln.

Es geht darum die Lage aus einer höheren Perspektive heraus zu sehen. Mindestens 100 m über dem Boden, oder mindestens eine Hierarchieebene höher in der Firmenhierarchie. Es geht darum die Details etwas kleiner zu machen, und den Blick fürs Ganze größer.

So erkennt man die Dinge, die wirklich wichtig sind.

Und das sind nur selten die Dinge über die man sich gerade tatsächlich Sorgen macht.

Eine andere Frage, die zu vergleichbaren Erlebnissen führt ist:

Welche Rolle spielt dieses Thema für mich in einem Jahr? Und in fünf Jahren? Und in zehn Jahren?

Wenn diese Antwort lautet: gar keine, ich werde es dann längst vergessen haben. Dann sollte es heute auch nicht zu Unruhe führen. Also akzeptiere die Situation wie sie ist, und wende dich den wichtigen Dingen zu. In dem Moment wo du deine Konzentration änderst, deinen Fokus woanders hin schiebst, wird dieses Thema aus deinem geistigen Horizont herausfallen.

Es ist einfach nicht mehr wichtig, du hast es losgelassen.

Erste Hilfetipp #2 – Dankbarkeit

Er ist so einfach, und wird so oft vergessen: der Tipp mehr Dankbarkeit in sein Leben zu holen.

In jedem Leben gibt es Dinge für die man wirklich dankbar sein kann:

  • Die schöne Wohnung in der man lebt
  • die tollen Menschen mit den man zu tun hat
  • die liebevollen Geschenke der Kinder
  • die zufriedene Schnurren der Katze
  • das gute Essen
  • der Job
  • die netten Kunden
  • … usw.

Dankbarkeit ist die stärkste Maßnahme gegen jede Form von Angst und Anspannung.

Es ist nicht möglich gleichzeitig Angst und Dankbarkeit zu spüren. Das geht nicht.

Um Angst loszulassen, ist es wichtig den Fokus von der Angst wegzuziehen. Das hatten wir weiter oben schon.

Es geht darum einen neuen Fokus bewusst zu wählen, und sich auf diesen zu konzentrieren.

Das ist loslassen in höchster Perfektion.

Deshalb ist es erforderlich in jeglicher Angst-Situation bewusst einen positiv aufgeladenen neuen Fokus zu wählen.

Die einfachste Methode ist also sich zu fragen:

Was ist so richtig gut in meinem Leben?
Was wäre ganz schlimm, wenn es nicht mehr da wäre?
Was habe ich einen wundervollen Dingen in meinem Leben, die andere nicht haben?

Ich persönlich bin zum Beispiel sehr dankbar für die wundervollen Menschen in meinem Leben, die so viel Verständnis für meinen etwas ungewöhnlichen Lebensstil haben. Wir leben in wunderbare Harmonie zusammen.

Ich bin dankbar für die tolle Natur in die ich mich jederzeit begeben kann, um sie zu genießen. Sie ist für mich dazu da, um mich aufzuladen.
Ich bin dankbar für meinen gesunden, stabilen und robusten Körper, für meinen gesunden Schlaf, und für die vielen leckeren Dinge, die ich essen darf. Und die ich sogar sehr gut verdauen kann! 🙂

Ich bin dankbar für meine Kreativität, und dafür dass ich sie ausleben darf.

Mach dir auch eine lange Liste, die die Dinge enthält, für die du dankbar bist.

Eine sehr gute Übung ist es, jeden Abend, kurz vor dem Schlafengehen, in einem kleinen Tagebuch oder Notizbuch drei Dinge zu notieren, für die man dankbar ist.

Wenn man dies als Ritual jeden Tag durchführt, es kostet ja nur ein bis 2 Minuten, kann man den Tag auf die wunderbarste Weise beenden, die man sich nur denken kann.

Durch den Fokus auf drei Dinge, für die du dankbar bist, lässt du die Angst des Tages los. Die Unruhe verschwindet aus deinem Geist. Sie macht Raum frei für tiefe entspannte Dankbarkeit.

Du wirst sehr gut schlafen.

Damit wirst du dein Glücksniveau drastisch anheben, und gleichzeitig den Stresspegel ebenso dramatisch senken.

Und wenn du außerdem jeden Tag, in jeder Situation, in der du von Unruhe und Angst geplagt bist, gezielt an das denkst, wofür du in dieser Situation jetzt dankbar sein kannst, dann wirst du diesen Situationen den Stachel ziehen.

Du wirst ganz neue Kräfte entwickeln.

Dankbarkeit ist eine außerordentlich wirkungsvolle Sofortmaßnahme gegen Angst Anspannung und Nervosität.

Erste Hilfetipp #3 – Atmen

Die Yogis wissen seit Urzeiten: Geist und Atem sind eng miteinander verbunden.

Wer seinen Atem beherrscht, beherrscht seinen Geist.

Atmen tun wir sowieso, dass es nichts Außergewöhnliches. Jeder weis das. 😉

Es geht um die Qualität des Atmens.

Das macht den Unterschied.

Beobachte einmal deinen Atem, wenn du unruhig bist.

  • Er ist dann eher flach und schnell.

Und beobachte dein Atem, wenn du sehr entspannt bist.

  • Du wirst feststellen dass er sehr viel ruhiger und tiefer fließt.

In diesen Situationen bestimmt die Unruhe deines Geistes die Unruhe deines Atems.

  • Und du kannst den Spieß umdrehen.

Schau die Erweiterung zu diesem Erste-Hilfe-Tipp in meinen Video-Tipp #1: Angst und Unruhe loslassen mit Atemübung

Du kannst willentlich deinen Atem beruhigen, und über deinen Atem allmählich auch deinen Geist beruhigen. Für diesen Zweck gibt es die Atemmeditation.

Ich hab sie dir im kostenlosen Ebook (Du findest die Anmeldung zur kostenlosen Anleitung als Ebook/PDF unter oder rechts neben diesem Blogbeitrag) genau beschrieben. Macht das einfach täglich drei Mal, und du wirst spüren dass es dir sehr schnell sehr viel besser geht.

Wenn dir das lieber ist, dann kannst du sie auch als MP3-Anleitung hier downloaden: zur Atemmeditation

Erste Hilfetipp #4 – Wurzeln visualisieren

Stell dir beim Ausatmen vor, du schickst Wurzeln durch deine Füsse in den Boden unter dir.

Lass diese Wurzeln mit jeder Ausatmung immer stärker werden. So stark, bis du die Ausstrahlung einer 1.000-jährigen Eiche hast.

Die hat schon unzählige Stürme überstanden, und steht immer noch aufrecht da. Sie mag ein bisschen zerzaust sein, und hier und da einen Ast verloren haben. Aber sie steht da. Stolz und aufrecht.

Sie streckt ihre Persönlichkeit aufrecht nach oben, und lässt sich nicht beeindrucken.

Von nix.

Erste Hilfetipp #5 – Bewegung

Im Zustand von Angst und Unruhe ist dann Körper extrem bereit sich zu bewegen du bist zappelig und unruhig. Du wirst mit den Füßen wippen, und die Finger nicht ruhig halten können.

Einfach deshalb, weil du in dieser Stimmung auf Bewegung programmiert bist.

Was gibt es also Besseres, als sich tatsächlich zu bewegen?

Geh also raus, machen flotten Spaziergang.

Erledige Dinge zu Fuß.

Lauf das Treppenhaus ein paar Mal rauf und runter.

Du kannst auch Kniebeugen machen, Handstand, oder die guten alten Heldenstellungen aus dem Yoga. Die gehen überall, wo du stehen kannst.

Du kannst dir angewöhnen grundsätzlich mehr Bewegung in dein Leben zu bringen, indem du mehr Fahrrad fährst. Ganz bewusst Strecken, die du sonst fahren würdest. läufst. Indem du zur Arbeit skatest, und was dir alles einfällt.

Du kannst auch auf einem Bein zur Arbeit hüpfen.

Das würde sicher vielen Freude machen.  🙂

Während deines Arbeitstages bau öfter mal da, wo es hinpasst, Dehnübungen ein. Du kannst einfache stehende Yogaübungen neben deinem Schreibtisch (oder wo sonst du arbeitest) durchführen.

Wenn du dich nicht beobachten lassen willst, dann schließlich auf der Toilette ein. Mach deine Übungen dort.

Oder in einer Besenkammer.

Du wirst Wege finden, sei kreativ.

Du weißt: wer nicht will findet Gründe, wer will findet Wege.

Mit diesen Möglichkeiten wirst du sehr schnell und einfach Angst und Anspannung aus deinem Leben beseitigen können.

Macht dein Leben selber schöner, andere werden das nicht für dich tun.

Wenn du nicht auf dich achtest, wer soll es dann tun?

Akzeptiere, dass Ängste zum Leben dazugehören.

Aber akzeptiere niemals, dass sie dich dauerhaft im Griff behalten!

Du kannst sie in jeder einzelnen Situation willentlich beenden.

Yoga bietet dazu hervorragende Möglichkeiten.

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