Warum diese Achtsamkeits-Übung hilfreich ist

Konzentration auf Berührung als berühren und berührt werden

Ein Teil der menschlichen Gemeinschaft sein zu können, ist elementar im Leben jedes einzelnen Menschen. So wie auch bei den meisten Tieren. Wir können nicht glücklich und gesund sein, wenn wir kein Zugehörigkeitsgefühl entwickeln.

Wer sich nicht mit Gleichgesinnten austauschen kann, fühlt sich einsam und verlassen. Die Wissenschaft hat festgestellt, dass der Schmerz der Einsamkeit ähnlich stark empfunden wird, wie körperlicher Schmerz.

Dabei ist es nicht wichtig oder erforderlich sich täglich zu sehen. Das kann natürlich für den Einzelnen toll sein. Muss aber nicht. Es gibt viele Menschen, die fühlen sich am wohlsten, wenn sie sich gelegentlich mit ihren Lieblingsmenschen austauschen können.

Die Häufigkeit der Interaktion ist nicht so wichtig, wie die empfundene Verbundenheit. Das Erleben von Gemeinsamkeit steht eindeutig im Vordergrund.

Dabei spielt die Berührung – physisch und emotional – eine wichtige Rolle

Über verschiedene Formen der Berührung vermitteln wir uns gegenseitig unsere Verbundenheit. Das kann in vielen Formen geschehen. Dazu gehören auch Themen wie diese:

  • Füreinander sorgen und immer mal in den Arm nehmen
  • Menschliche Anteilnahme am Tagesgeschehen
  • Allgemeine Aufmerksamkeit und Zuwendung
  • Aktives Helfen wenn es drauf an kommt
  • Einfach mal Zuhören und Zeit haben
  • Ideen für gemeinsame Aktivitäten
  • Umfassendes Verständnis von wohltuendem Miteinander, das weit in die Zukunft reicht

Du siehst, es ist ein umfassendes Themengebiet, das im wilden Alltag viel zu schnell unter den Tisch rutscht.

Und es ist enorm wichtig.

Deshalb beschäftigen wir uns heute mit der Frage:

Wie erlebst du Berührung und berührt werden in deinem Leben?

  • Erlebst du dein Empfangen und dein Geben als einigermaßen ausgewogen?
  • Oder gehörst du zu denen, die gerne geben und nie nehmen?
  • Eher im Gegenteil? Du nimmst gern, und gibst eher zurückhaltend?

Bei kurzfristiger Betrachtung kann es natürlich immer mal etwas einseitig ausfallen. Das ist das Leben. Nur auf lange Sicht sollte sich ganz von selbst ein Ausgleich einstellen.

Die Frage der Fragen: Ist es ausgewogen?

Wenn die Berührungen des Herzens im Geben und im Empfangen über die Zeiten hinweg ausgeglichen sind, und auf Gegenseitigkeit als wunderbar erlebt werden, dann ist das weitaus mehr wert, als alle physischen Reichtümer dieser Welt.

Manchmal fühlt man sich gar nicht in der Lage, sich dem liebevollen, menschlichen Austausch zu stellen. Man mag sich weder berühren lassen, noch berühren. Weder auf die eine, noch auf die andere Art.

Hintergrund sind oft schwierige Zeiten und unangenehme Erlebnisse, die noch verarbeitet werden wollen. Dann ist es hilfreich seine Lebenkraft zu stärken, um in die innere Heilung und Harmonie zu finden.

Deshalb also nun die …

Übungsanleitung

Heute stimme dich auf berühren und berührt werden ein.

  1. Beginne bei dir selbst mit der Frage
    • Welche Rolle spielt Berührung in deinem Leben?
    • Pflegst du tägliche Rituale für diese Form der Selbstfürsorge?
    • Beispielsweise beim Einseifen unter der Dusche, beim Eincremen, oder beim morgentlichen Trockenbürsten mit einer Körperbürste?
    • Fühle dich in diese Situation ein, und finde das Wunderbare daran. Fühle es. Bewusst.
  2. Gehe weiter zum Austausch
    • Welche Rolle spielt der Berührungs-Austausch in deinem Leben?
    • Wie oft berührst du andere? Nimmst du andere gelegentlich liebevoll in den Arm oder legst ihnen deine Hand auf die Schulter?
    • Und wie oft lässt du es zu selbst in dieser Weise berührt zu werden? Oder weichst du diesen einfachen Berührungsformen eher aus?
    • Lass dich ganz auf das Thema Berührung ein. Fühle dich voll ein, rufe Erinnerungen an Situationen in dir wach.
  3. Erkennst du die Verbindung von Berührung zu …
    • Deinem Lebenslicht (vorletztes Thema)?
    • Veränderung und Wandel? (letztes Thema)
    • Noch ein Tipp:
      Diesen Schritt kannst du am besten nachvollziehen, wenn du die vorherigen Übungen ernsthaft durchgeführt hast. Denn es geht hier nicht um Intellekt, sondern um dein inneres Gespür.
  4. Was macht das mit dir, wenn du dich auf “berühren und berühren lassen” konzentrierst?
    • Wie verändert sich die Wahrnehmung deines Alltags?
    • Was machst du danach anders?
    • Formuliere deine Erkenntnis in einem einfachen, klaren Satz.

Schreibe deinen Erkenntnis-Satz unten in den Kommentar

Lebensmut und Selbstsicherheit

• Dein Lebensmut stärkt deine innere Kraft für berühren und berührt werden
• … weil er deine innere Selbstsicherheit stabilisiert
• Dazu brauchst du Lebensenergie, -Wärme

In diesem Prozess spielt der Beckenboden eine grosse Rolle. Dort liegt die Quelle für die Kraft, mit der du durchs Leben gehst und für dich und andere einstehst. Die Quelle der Lebenswärme wird aus dem Beckenboden gespeist.

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So wird aus dieser Übung ein wirkungsvolles Achtsamkeits-Training

  • Nimm dir diese Übung ganz bewusst einen Tag lang vor.
  • Übe sie den ganzen Tag lang, indem du alle Ereignisse des Tages unter diesem Blickwinkel betrachtest
  • Gut ist, wenn du zusätzlich die Meditation auf dieses Thema in deinen Tagesablauf einbaust:
    • Als Morgenmeditation, um dich voll und ganz mit dem Thema zu verbinden. Dann fällt es dir leichter die Ereignisse des Tages unter diesem Blickwinkel zu sehen
    • Als Abendmeditation, um den Tag abzuschließen, und die eigene Erkenntnis zu stärken. Das mehrt die Weisheit.
    • Am allerbesten machst du beides: Morgen- und Abendmeditation. Wenn das geht.
    • Wähle Ort und Dauer deiner Meditation so, wie es für dich am besten passt. Alles ab 5 Minuten ist ok.

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