Wie oft lässt du dich zu “mehr” hinreißen, obwohl du das gar nicht wolltest? Eigentlich!

Ob es das Extra-Stück Torte ist, das dauerhaft auf den Hüften parkt, die zusätzliche Stunde die du irgendwo abhängst und die anderswo fehlt, oder das Glas Wein an einem romantischen Abend – immer wieder fehlt ein freundliches “Nein”. Eine glückliche Beziehung oder Freundschaft entsteht durch den Nein-Mangel nicht.

Dramatisch ist das fehlende Nein am Arbeitsplatz und in der Beziehung

Wie oft hört man von lieben Kollegen, die ihren Teammitgliedern schnell noch was zu schustern, damit sie selbst pünktlich nach Hause können, und du schiebst dann deren Überstunden, was die kollegiale Beziehung sehr belasten kann.

Oder der Vorgesetzte, der keine Vorstellung davon hat, wie umfangreich das eigentlich ist, dass er dir da übergeben hat. Vielleicht ist er schlecht informiert, hat die falsche Vorstellung oder hat einfach nicht darüber nachgedacht. Aber wenn du kein wohlformuliertes Nein erklingen lässt, wird er es nicht lernen. Wenn du dagegen kommunizierst, was er vermutlich nicht berücksichtigt hat, dann stärkst du die Beziehung zum Vorgesetzten, weil du als verantwortungsvoller Mitarbeiter auftrittst. Sowas wird in den meisten Unternehmen sehr geschätzt.

Auch in der Beziehung zu deinem Schatz spielt ein freundliches Nein eine wichtige Rolle. Denn es verhilft deinem Partner zu besserer Orientierung. Wenn sich beide Partner in der Kommunikation aufeinander verlassen können, dann fördert das eine harmonische und glückliche Beziehung. Erst recht unter widrigen Umständen.

Natürlich kann bedingungslose Unterstützung – in der Form kritiklosen Ja-Sagens – auch sehr sinnvoll sein, wenn du jemandem in Not hilfst. Unbedingt!

Oder wenn du einfach jemandem gerne etwas Gutes tun möchtest. Keine Frage.

Aber wie oft ist es einseitig?

Wie oft lässt du dich zu etwas hinreißen, das du ganz sicher nicht wolltest, und das auch keinen Sinn macht?

Wo kommt dieses “Ja” her, mit dem du eingestimmt hast?

Und warum konntest du dein Nein nicht aussprechen?

Vielleicht weil du dich selbst nicht wertschätzt?

Lass dich mal auf diesen Gedanken ein:

Ein freundliches Nein drückt Wertschätzung deines Selbst aus

Wertschätzung deines Selbst – sich selbst wertvoll schätzen. Wer sich selbst so wertschätzt wie seine Mitmenschen, Kollegen und Partner, ist bereit für echte Beziehungen.

Leider stellen viele “die anderen” über sich selbst.

Das Problem daran ist:
Wer andere, wie beispielsweise Kollegen, Freunde, Partner oder Lebensgefährten, grundsätzlich als wichtiger einstuft als sich selbst, hat das Prinzip nach dem glückliche Beziehungen und Freundschaften funktionieren nicht verstanden. Eine harmonische Beziehung basiert auf wertschätzender Gegenseitigkeit. Die Gegenseitigkeit soll dabei langfristig ausgewogen sein. Vorübergehende Schieflagen gehören dazu.

Worauf es ankommt:

  • Wichtig ist seinen eigenen Wert zu stärken und zu schätzen und zum Einsatz zu bringen.
  • Und den Wert anderer zu stärken und wert zu schätzen, indem man ihren Wert glänzen lässt.

Beides gehört zusammen, und soll miteinander verbunden werden. Wird beides miteinander verbunden, dann fördert das harmonische und glückliche Beziehungen im weitesten Sinne. Bitte reduziere das Wort Beziehung nicht auf die Ehe oder Lebenspartnerschaft. Ich meine mit Beziehung immer auch die allgemeinen Beziehungen im Lebensumfeld, am Arbeitsplatz, … und so weiter.

Zu glücklichen und harmonischen Beziehungen gehört neben dem “Ja” immer auch das “Nein”. Fehlt eines von beiden, verletzt das die Balance.

Wie das sein kann, das bröseln wir jetzt auf.

Lies weiter.

Hilfreiche Impulse und Übungen, rund um innere Ruhe durch bewusste Lebensbalance erhältst du in “Innere Ruhe – Bewusst!

Es geht darum, das lebendige Miteinander in der Beziehung bewusst zu stärken

Und nur wenn Geben und Nehmen zueinander ausgewogen sind, ist es ein echtes Miteinander.

  • Mal ist der eine in Nöten und benötigt mehr Unterstützung
  • und mal der andere

Echtes Geben und Nehmen ist wie die Wellen im Meer: ein permanentes Schwanken. Dieses Schwanken macht die Beziehung glücklich(er).

  • Mal ist die eine starke Persönlichkeit in der Situation jemanden um Unterstützung zu bitten
  • und mal die andere.

Mal nimmt der eine, mal der andere.

Mal gibt dieser, mal jener.

So geht Beziehung und Freundschaft. Das macht aus einer einfachen Beziehung eine tiefe und glückliche Beziehung.

Es gehört auch zum Mensch-Sein dazu, dass man mal daneben liegt

Dass man etwas anfordert, das einem nicht zu steht. Oder dass man etwas erreichen möchte, das eigentlich eher unpassend ist. Man selbst sieht das oft nicht, und ein freundliches Nein hilft wieder in die Klarheit zu kommen.

Um einen falschen Weg beizeiten zu erkennen, kann ein freundliches “Nein” die bessere Hilfeleistung sein

Für die Ausgewogenheit im Miteinander gehört das freundliche Nein dazu – denn es hilft die Harmonie zwischen Geben und Nehmen zu wahren. Die bewusste Wahrung der Harmonie ist wertschätzend.

Wer sich die Zeit nimmt um jemandem mit einem ehrlichen und sehr freundlichen “Nein” wertschätzend zu unterstützen, der stärkt auch die eigene Wertschätzung. Weil sich immer alles im Gegenüber spiegelt. Wer sein “Nein” dagegen abwertend hinaus schmettert, der schwächt seinen eigenen Wert gleich mit.

Der Schlüssel liegt – wie so oft – in der Art und Weise des WIE.

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Wer immer nur “ja” sagt, …

Und sich irgendwann völlig ausgebrannt und erschöpft fühlt, und nun Hilfe erwartet, läuft oft ins Leere. Wartet ewig. Und fühlt sich absolut gar nicht wertgeschätzt.

Diese Person hat in ihrer starken Zeit ihren eigenen Wert nicht geschätzt, und diese Geringschätzung des eigenen Wertes sichtbar nach außen vertreten. Diese Geringschätzung spiegelt sich in den Zeiten der Schwäche, in der Ignoranz oder gar dem Nein der anderen. Und in Enttäuschung, Frust und Schmerz.

Immer nur Geben verletzt das lebendige Miteinander in der Beziehung

Wenn jemand immer nur gibt, und sich selbst verneint, dann stimmt was nicht. Personen die immer nur geben, sind oft gar nicht in der Lage mal zu nehmen. Warum? Weil die Bereitschaft zur Gegenseitigkeit im Rahmen echter Gemeinschaft einfach fehlt. Oft aufgrund der eigenen (unbewussten) Geringschätzung.

Lebendiges Miteinander entsteht aus der gegenseitigen Unterstützung.

Wer nur gibt und niemals nimmt, verletzt das Prinzip der Gemeinschaft genau so, wie jemand der immer nimmt und niemals gibt.

Wenn du nicht nehmen kannst, ist es keine Liebe!

Wer die innere Größe hat die angebotene Unterstützung anzunehmen, drückt damit seine Wertschätzung des Gebenden aus. Das Annehmen von freundlicher Unterstützung ist ein sichtbares Zeichen der Öffnung des eigenen Herzens für die Freundlichkeiten anderer. Wer angebotene Hilfe ablehnt, stößt die Helfer zurück, und vor den Kopf. Das verletzt das Miteinander und die Gemeinschaft.

Wenn Geben und Nehmen wie die Wellen im Meer hin und her fließen, wächst das lebendige Miteinander.

Zur Wertschätzung des Selbst und des Gegenübers, sowie zur Stärkung wertschätzenden Miteinanders gehört das freundliche “Nein” genauso dazu, wie das “Ja”.

Klares Bewusstsein um das Zusammenspiel der Polaritäten des Lebens hilft enorm

Ein klares Bewusstsein um die richtige Balance zwischen den Polaritäten des Lebens ist eine enorme Hilfe auf dem Weg. Denn die Polaritäten und “Konflikte” des Lebens spielen in so ziemlich allen komplizierteren Lebenssituationen eine Rolle. Insbesondere dann, wenn sie uns aus unserer inneren Ruhe und Klarheit heraus reißen. Sind wir in der Lage diese Gegensätze jeweils ganz locker zu nehmen, dann hilft das innere Ruhe und Gelassenheit zu stärken.

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