Wer es nie gelernt hat, dem kann es sehr sehr schwer fallen seine Gefühle zu zeigen. Oder zu seinen Gefühlen zu stehen. Daraus können Situationen entstehen, oder Handlungen, die nicht gut tun. Ich glaube, jeder von uns kennt so etwas.

#1 Die Existenz von Gefühlen und Emotionen akzeptieren

Um seine Gefühle zu zeigen, und vielleicht sogar auszudrücken muss man in seinem eigenen inneren einen mutigen Schritt tun. Dieser mutige Schritt besteht darin, dass man erst einmal sich selbst gegenüber anerkennen muss, bestimmte Gefühle und Emotionen tatsächlich zu haben.

Das kann sehr schwer fallen. Wenn es schwer fällt, dann hat das oft zu mit dem bevorzugten Selbstbild zu tun. Da regt sich im Inneren etwas, ein Gefühl, das nicht zu diesem Selbstbild passt. Und deshalb hat man Schwierigkeiten dieses Gefühl zu akzeptieren.

Trotzdem kann es sein, dass dieses Gefühl unser Handeln bestimmt. Sehr wahrscheinlich sogar.

Das kann sehr irritierend sein. Nicht nur einem selbst gegenüber, sondern auch gegenüber der Umwelt. Denn in einem gewissen Sinne sieht man Emotionen und Gefühle einem Menschen an. Menschen mit viel Lebenserfahrung sehen das sogar sehr klar.

Wenn dann die gezeigte Handlung nicht dazu passt, dann führt das zu Verwirrungen, und im schlimmsten Fall zu Schwierigkeiten und Konflikten.

Deswegen ist es so wichtig zu seinen Gefühlen und Emotionen zu stehen, und sie zu akzeptieren. Es geht darum mit ihnen bewusst umzugehen.

Wenn du also soweit bist, dass du merkst dass deine Handlungen und dein Wollen nicht zusammenpassen, dann kannst du davon ausgehen, dass du unbewusste Gefühle und Emotionen hast. Sie bestimmen dein Handeln, sie treiben dich an. Und sie passen nicht zu deinem Selbstbild, und zu deiner Außenwirkung. Deshalb musst du etwas tun, um das in Übereinstimmung zu bringen.

#2 Gefühle und Emotionen erkennen

Um so etwas mit dir selbst zu klären, zieh Dich ein paar Minuten zurück. Du brauchst etwas Ruhe.

Fühle einfach in dich hinein. Tue nichts Besonderes, sondern spüre einfach nach innen.

Gefühle sind etwas was man fühlt.

Du fühlst sie in deinem Körper. Du fühlst Sie anhand von Spannungen in deiner Muskulatur oder irgendwo im Bauch oder in der Brust. Versuche dort hinein zu spüren, und tue sonst nichts.

Nach einiger Zeit der inneren Ruhe und des spüren wirst du etwas in dir erspüren. Einen Druck, ein Kribbeln, oder auch einen Spannungsschmerz, oder ähnliches.

Das ist das was du fühlst, dein Gefühl.

#3 Die Emotion hinter dem Gefühl finden

Dieses Gefühl steht in Verbindung mit einer Emotion, von der es hervorgerufen wird. Emotion, E-Motion, ist etwas, was uns bewegt. Wenn wir das nicht ernst nehmen, dann sorgt es für Schmerzen.

Die Gefühle spürst du in deinem Körper, und die Emotionen machen diese Gefühle. Die Emotionen hinter den Gefühlen sind so etwas wie Liebe, Angst, Zorn, oder ähnliches.

Finde heraus welche Emotionen hinter deinem Gefühl steht.

Gib der Emotionen die du fühlst einen Namen.

#4 Das Gefühl ausdrücken

Als nächstes brauchst du eine Form, um deine Emotionen und deinem Gefühl Ausdruck zu verleihen. Um sie zu kommunizieren.

Was da passend ist, hängt natürlich von der speziellen Situation ab. Eine ganz einfache Weise ist es wenn du einen Satz formst, der auf deinen Beobachtungen von gerade eben beruht.

Ich nenne dir einige Beispiele:

Vielleicht fühlst du eine unangenehme Hitze im Bauch, und bist zu dem Schluss gekommen, dass das mit Zorn  verbunden ist.

Dann formuliere das so, dass du sagst: Ich fühle Hitze im Bauch,  und ich glaube das ist Zorn.

Wenn du Druck in Herzensnähe spürst, könnte das Trauer sein, oder auch Angst. Auch das kannst du in einen Satz formen, und diesen Satz kommunizieren.

Oder du fühlst Schmetterlinge im Bauch, und bist verliebt.

Forme also einen Satz der aus dem Gefühl besteht und der Emotion, die dahinter steht.

Und diesen Satz bring ganz ruhig rüber, und lass deinen Gegenüber Zeit ihn zu verstehen.

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