#1 • Passen positive Gedanken wirklich immer?

In diesem Beitrag geht es darum, wann positive Gedanken oder positives Denken nicht passen, und was dann der bessere Weg ist.

Positive Gedanken können falsch sein. Und zwar dann, wenn sie den Wahrnehmungsfilter falsch programmieren. Oder wenn sie die Sicht auf das Wesentliche verstellen.

Wir besprechen daher in diesem Beitrag wie der Wahrnehmungsfilter arbeitet, wie du ihn bewusst einsetzt, und was du statt positivem Denken tun kannst.

Mal im Ernst:

  • Wie oft schon warst du oder jemand anderes in einer echt schwierigen Situation
  • dann erzählt dir Jemand was von “positiv Denken”, du sollst positive Gedanken haben
  • Und dann ruft genau dieser Spruch fürchterliche emotionale Reaktionen hervor

Solche oder ähnliche Situationen kennt jeder von uns. Dazu muss ich jetzt keine Beispiele nennen, oder?

Daran erkennen wir, dass positives Denken nicht immer passend ist.

Manchmal muss was anderes ran.

Aber was?

#2 • Was geschieht mit uns, wenn wir denken?

Was genau machen unsere Gedanken mit uns?

Dass sie etwas machen ist klar, Gedanken sind mächtig. Das weis doch jeder. Wir wissen auch das Folgende:

Wie wir drauf sind, das wird maßgeblich von unseren eigenen Gedanken bestimmt. Wir machen das selbst.

Aber warum ist das so?

Was passiert beim Denken mit unserer Wahrnehmung?

In vielen Situationen mitten im Alltag ist einem das gar nicht bewusst. Viele wissen es gar nicht. Man muss das echt erst lernen, und sich immer wieder neu daran erinnern:

  1. Unsere Gedanken bestimmen mit welchem Wahrnehmungsfilter wir durch die Welt laufen.
  2. Und der Wahrnehmungsfilter bestimmt, was wir wahrnehmen – und was eben nicht.

Ein bekanntes Beispiel dazu, das jeder kennt ist:

  • Du oder deine Freundin ist schwanger
  • Plötzlich siehst du überall schwangere Frauen

Was ist passiert? Dadurch dass deine Gedanken sich um das Thema Schwangerschaft drehen, ist dein Wahrnehmungsfilter auf Schwangerschaft eingestellt, und du nimmst jetzt verstärkt die Schwangeren in deinem Umfeld wahr.

Oder ….

  • Du willst abnehmen, und entsagst mit helden-würdiger Willenskraft jeder Art von Kuchen, Eis, … usw.
  • Plötzlich siehst du überall nur noch Kuchen und Eis
  • Die ganze Welt besteht quasi nur noch aus Kuchen und Eis

Diese Wahrnehmung kommt daher, weil wir nicht NICHT an etwas denken können. Denn sobald wir versuchen NICHT an etwas zu denken – hier im Beispiel an Eis und Kuchen – denken wir an was? Richtig, an Eis und Kuchen.

Das woran wir denken, bestimmt was wir sehen.

Damit kann man doch bewusst umgehen lernen, oder?

Ja, kann man. Und genau das tun wir jetzt als nächstes.

Lies weiter.

#3 • Wie arbeitet der Wahrnehmungsfilter?

Das Problem der Reiz-Flut

Die Welt bietet uns permanent viel zu viele Reize, mit denen wir auf der Ebene der bewussten Wahrnehmung absolut gar nicht umgehen können. Weil es schlicht zuviele sind. Deshalb filtert unser Unterbewusstsein permanent die Reize heraus, die wichtig sind. Der Rest fällt unter den Tisch. Versackt im Unterbewusstsein.

Das bedeutet im Klartext:

90% aller Umweltreize werden vom Unterbewusstsein herausgefiltert, und nicht ins Bewusstsein weiter geleitet.

Das Bewusstsein kann nur diese 10% verarbeiten. Danach ist tillt.

Oder anders herum formuliert:

Wir sehen nur 10% dessen, was um uns herum stattfindet. Den Rest blenden wir aus.

Krass, oder?

Wer legt fest, welche 10% das sind?

Habe ich da Einfluss?

Ja, hast du. Das kommt als nächstes. Lies weiter.

Wer oder was bestimmt, welche 10% ins Bewusstsein dürfen, und welche nicht?

Das legt der Wahrnehmungsfilter fest. Der bestimmt, was ins Bewusstsein, die Zentrale, hindurch gelassen wird, und was nicht.

Was durch darf, das hängt davon ab, was gerade wichtig ist. Womit du dich gerade beschäftigst.

  • Beschäftigst du dich gerade damit welchen Strampler du für das Baby kaufen möchtest, dann siehst du überall Strampler
  • Wenn für dich gerade wichtig ist einen neuen Kaffeefilter zu kaufen, dann siehst du überall Kaffeefilter
  • Stehen gerade Kalorien im Vordergrund, dann siehst du überall Kalorien in Form von Kuchen und Eis

So einfach ist das.

Das hat weder was Mystisches, noch was Esoterisches, das ist angewandte Neurologie

Unser Nervensystem hat Sicherungsmechanismen, um sich vor Überlast zu schützen.

Und diese Sicherheitsmechanismen, das ist der Wahrnehmungsfilter.

Der Wahrnehmungsfilter hat die Aufgabe uns vor Überlast zu schützen.

Ohne Wahrnehmungsfilter würden wir vermutlich ausrasten. Oder uns von der Welt völlig zurück ziehen müssen, weil wir sie nicht ertragen könnten. Es gibt übrigens Menschen, bei denen das tatsächlich so ist. Sie ziehen sich oft rigoros aus der Welt zurück, und leben ihr eigenes Leben. Viele Einsiedler dürften auf dieses Konto gehen.

Google arbeitet auch mit Wahrnehmungsfilter

Die geballten Inhalte der Google-Datenbank sind viel zu umfangreich, als dass es Sinn machen würde dir “alles” auszuspucken, was gerade zu deiner Suchanfrage passt. Also wird gefiltert. Dieser Filter bestimmt, was du wahrnehmen darfst.

Als Filter-Programmierung dienen hier die Spuren, die du im Internet und in deinem Browser hinterlässt. So versucht Google dir die Treffer anzuzeigen, die für dich vermutlich gerade besonders wichtig sind.

Auch andere Instanzen, die uns führen und leiten, arbeiten mit diesem Effekt. Ob es nun die Werbung ist, die Politik, oder die Führungskräfte in Unternehmen und Organisationen. Wer immer sein Handwerkszeug versteht, der weis auch, wie er den Wahrnehmungsfilter der ihm anvertrauten Menschen auf seine Ziele ausrichtet. Seine eigenen Ziele. Nur wenige sind so weitherzig, dass sie die Wahrnehmungsfilter-Programmierung den Menschen selbst überlassen.

Spätestens jetzt dürfte dir klar sein, welche Macht in diesem Instrument, dem Wahrnehmungsfilter, liegt.

Wer den Wahrnehmungsfilter programmiert, der hat die Macht.

Deshalb solltest du lernen ihn selbst zu programmieren.

Ja, das geht.

Kommt als nächstes.

Lies weiter.

#4 • Man kann den Wahrnehmungsfilter auch selbst & bewusst programmieren

Wer weis, dass sein Wahrnehmungsfilter immer aktiv ist, und nie schläft, der weis auch, dass er auf ihn acht geben muss.

Denn sonst besteht die bereits oben genannte Gefahr, dass dein Wahrnehmungsfilter mit den falschen Informationen gefüttert wird. Je nachdem was da geschieht, ist das nicht immer nützlich.

Der beste Weg ist, den eigenen Wahrnehmungsfilter bewusst auf selbstgewählte Ziele hin auszurichten, die dem Wohl der Allgemeinheit dienen.

Das ist die Sache mit dem positivem Denken und den Erfolgs-Sprüchen.

Und mit den inneren Bildern und Affirmationen, und allen weiteren Techniken der Selbstmotivation.

Dadurch dass man seinen Geist, seine Gedanken ganz bewusst immer wieder mit etwas Bestimmtem beschäftigt, und mit vielen zu diesem Ziel zugehörigen Informationen füttert, programmiert man seinen Wahrnehmungsfilter auf dieses Ziel hin. Das ist die Kunst des positiven Denkens.

In der Folge gelangen vorrangig Infos zum Objekt unserer Beschäftigung in unsere Gedanken.

  • Die Beschäftigung mit Schwangerschaft und Babystramplern lässt Infos zu Motortechnik und Kite-Surfing außen vor.
  • Während deiner Diät wirst du dich eher mit Essen und evtl. Fitness beschäftigen, als mit der Planung eines opulenten Familienmahles oder der Ausrichtung einer Feier
  • … usw.

Du wirst aufgrund der Aktivitäten deines wohlprogrammierten Wahrnehmungsfilters mühelos alle Impulse aus deinem Umfeld wahrnehmen und  aufgreifen, die dir jetzt nützlich sind. Und die du sonst vermutlich übersehen hättest.

Das erhöht deine Erfolgschancen, ganz klar.

Jeder Impuls aus deinem Umfeld kann dir irgend eine Botschaft bringen, die dich weiter bringt. Die Frage ist nur, ob du sie erkennst.

Und dazu nutze deinen Wahrnehmungsfilter. Wenn du etwas erreichen willst, wenn du ein Ziel hast, dann richte ihn auf genau dieses Ziel hin aus. Er wird dir dienlich sein, und dir wirkungsvoll helfen dieses Ziel zu erreichen. Das funktioniert so gut, wie kaum etwas anderes.

  • Um deinen Wahrnehmungsfilter zu programmieren konzentriere dich auf die Dinge die du erreichen willst
  • Wenn der Weg dahin länger ist, dann nimm immer die jeweils nächste Station ins Visier
  • Arbeite dich Schritt für Schritt voran, mit der schrittweisen Programmierung deines inneren Navis

Hier greift ganz eindeutig die Kraft des positiven Denkens

Logisch ist, dass du damit nirgendwo hin kommst, wenn du dich auf das konzentrierst, das du NICHT erreichen willst. Denn dann filtert er dir ständig das raus, das du NICHT willst. Also lass das.

Du sagst deinem Navi im Auto ja auch nicht: “Zeig mir den Weg, aber ich will auf keinen Fall nach Florenz.”

Dein Wahrnehmungsfliter ähnelt deinem Navi. Sag ihm was du willst, dann leitet er dich dahin.

So praktisch das ist, es gibt Situationen wo genau diese Funktion nur stört. Denn nicht immer ist eine Voreinstellung für die Richtung sinnvoll.

Es gibt Situationen, wo man genau das besser unterlässt.

Das besprechen wir als nächstes.

Lies weiter.

#5 • Wann der Wahrnehmungsfilter nur stört

Dir ist bewusst, dass dein Wahrnehmungsfilter dem Objekt deiner Konzentration folgt

Wie ein Autofocus an der Kamera. Aber stell dir mal vor, du kommst in eine Situation, in der du keine Ahnung hast wie du damit umgehen willst. Sie ist für dich völlig neu. Du hast “keinen Plan” – also kein vorgefertigtes Urteil, kein Vor-Urteil, was jetzt die richtige Vorgehensweise wäre. Du bist nicht in der Lage dein Navi auf irgendwas einzustellen, weil du nicht wüsstest auf was.

Du könntest jetzt in Panik verfallen, und dich in den Schlund eines Ungeheuers fallen sehen.

  • Aber ist überhaupt ein Ungeheuer da?
  • Falls nicht – was dann?
  • Dann wird dein Wahrnehmungsfilter überall Ungeheuer sehen. Weil du ihn gerade auf Ungeheuer programmiert hast.

Nicht sonderlich nützlich.

Deshalb entscheidest du dich genau das nicht zu tun.

Du willst offen sein für Neues, um neue Chancen erkennen zu können

Also entscheidest dich deinen Wahrnehmungsfilter diesmal nicht einzusetzen

Du willst dienen Geist bewusst offen halten, und beobachten, was um dich herum geschieht. Damit dir nichts entgeht.

Wie machst du das?

Ganz einfach: Indem du deinem Wahrnehmungsfilter alle Gedanken vorenthältst, die ihn zu einem beliebigen Thema hinziehen könnten.

Das bedeutet, du denkst nicht.

Wer keine Gedanken im Geist hat, dessen Wahrnehmungsfilter ist offen für Neues.

Das Ergebnis ist nichts anderes als erweiterte Achtsamkeit. Ein gutes Achtsamkeitstraining hilft enorm, diese Fähigkeit der umfassenden Offenheit und innerer Weite zu entwickeln und immer weiter zu stärken.

Wenn jeder Gedanke eine Fokussierung des Wahrnehmungsfilters auslöst, dann führt die Gedankenfreiheit in die erweiterte Wahrnehmung.

Erweiterte Wahrnehmung ist die völlige Abwesenheit des Wahrnehmungsfilters. Das geschieht im Zustand völliger Gedankenfreiheit bei totaler Wachheit und ohne jegliche geistige Regung.

Also auch ohne innere Bilder, Farben, Klänge, …. usw. Das sind ja alles Gedanken, und aktive geistige Vorgänge.

Gedankenfreiheit ist die Freiheit von allen Gedanken. Auch von den schönen Gedanken.

#6 • Die Vorteile erweiterter Wahrnehmung – Nur bei ausgeschaltetem Wahrnehmungsfilter

Um deinen Wahrnehmungsfilter auszuschalten, stoppe deine Gedanken. Werde völlig ruhig, wach und klar im Geiste. Werde zur beobachtenden Instanz.

Wenn du diesen Zustand konsequent beibehältst, dann hast du diese Vorteile:

#1 – Erweiterung der Wahrnehmung auf andere

Löst du dich aus der Wahrnehmung deiner selbst, und richtest du deine Wahrnehmung auf “alles was ist“, dann erkennst du auch die Signale, die mit dir selbst nichts zu tun haben. Signale die andere betreffen.

Du wirst frei von der Verengung auf die eigenen Angelegenheiten, und kannst erkennen was andere antreibt und bewegt. Weil sich mit diesem Schritt deine Wahrnehmung ausdehnt. Erweitert.

Die erweiterte Wahrnehmung führt dahin, dass du die sanften und zarten Signale (die andere in ihrem Geist tragen) bewusst aufnehmen kannst. Signale von solcher Feinheit, dass sie dir normalerweise entgehen würden. Um dich schrittweise aus der Selbstwahrnehmung zu befreien, empfehle ich dir dieses Training. Damit klappt das sehr gut. Dieser Schritt ist auch sehr gut, wenn man einfach innerlich weiter und entspannter leben will.

#2 – Befreiung vom Bewertungs-Zwang

Dadurch, dass wir unsere Aufmerksamkeit NICHT mehr auf uns selbst und unsere eigenen Angelegenheiten richten, befreien wir uns aus dieser Einengung. Sobald wir unsere Wahrnehmung nicht mehr auf eigene Belange einengen, sind wir frei davon die Dinge bewerten zu müssen. Wir können sie viel eher einfach so annehmen, wie sie sind. Denn manches muss man halt akzeptieren. Wir können nicht alles ändern oder beeinflussen.

Wir hören mit diesem Schritt auf, die Welt in Gut und Böse einzuteilen. Das macht das Leben insgesamt deutlich leichter. Denn statt unsere Energien ständig mit Befürchtungen und Ärger zu verpulvern, können wir sie deutlich sinnvoller einsetzen. Um genau diesen Mechanismus zu trainieren, empfehle ich dir dieses Training. Damit befreist du dich aus der Selbst-Fokussierung, und damit auch aus dem Bewertungs-Zwang.

Dann fühlst du dich besser und sparst dir die “Ärger- und Sorgen-Energie“.

Du hast deshalb mehr Energie für Sinnvolleres.

Du BIST besser.

#3 – Umfassendes Bewusstsein

Wer in dieser Weise in die Weite eines umfassenden Bewusstseins eintaucht, wird frei von allen Ängsten und Befürchtungen. So jemand erkennt seinen Weg und seine Aufgabe. Es gibt kein Wenn und Aber mehr.

Und nein, da bin ich auch noch nicht angekommen.

Ich arbeite daran.  🙂

Hier gehts weiter:

Wenn du Fragen oder Anmerkungen hast, dann melde dich bitte. Entweder im Kommentarbereich (da antworte ich dir auch), oder per Mail. Als Bezieher meiner Mails weist du ja, wie du mich erreichst.

Ich wünsche dir viel Freude auf deinem Weg.

Mahashakti-zeigt-dir-den-Weg-1206x679Liebe Grüße
deine Mahashakti

 

 

 

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