Endlich Urlaub! Jetzt mal so richtig ausspannen.

Und dann? … Dann rennen die Gedanken erst so richtig los. Loslassen im Urlaub ist ein Thema für sich.

Kaum muss man sich nicht mehr auf seine Arbeit konzentrieren, tut man es erst recht. Zu keinem anderen Zeitpunkt bewegen sich so viele unkontrollierte Gedanken durch den Kopf, wie bei beruflich engagierten Menschen im Urlaub.

Urlaub scheint geradezu eine Herausforderung zu sein, damit die Gedanken es mal so richtig bunt treiben können.

Da kommst du vom Hölzchen aufs Stöckchen und weist einfach nicht mehr, wo dir der Kopf steht.

Es bricht Stress aus.

Der Schweiß bricht mit.

Und dann kommst du auch noch auf die Idee in deine Mails zu schauen, und stellst fest, dass gerade irgendetwas schief zu laufen droht.

Du greifst zum Telefon …

STOPP!

Nein!

So geht es nicht.

Auf gar keinen Fall!!!

Das will ich nicht.

Und nun?

Ich will jetzt abschalten! Ich will meinen Urlaub genießen!

Also was tun?

16 Tipps, wie du im Urlaub deine Gedanken zur Ruhe bringst:

#1 Loslassen im Urlaub bedeutet jede berufliche Kommunikation zu beenden.

Wozu gibt es automatische Mails, die über den Urlaub informieren?

Es erscheint manchmal erstaunlich, aber es zeigt sich immer wieder, dass andere dafür sogar Verständnis haben, dass man im Urlaub seine Ruhe haben will.

Und eines mach dir bitte klar:

Wenn du es übertreibst, also wenn du erst mal krank bist, dann kannst du auch nicht mehr antworten.

Du weißt nicht was für einen Krater du dann hinterlassen wirst. Also plane deine Abwesenheit beizeiten und vernünftig, indem du für Vertretungen und Assistenten sorgst.

Durch tiefgreifende Erholung kannst du den möglichen Zusammenbruch besser verhindern, als auf jede andere Weise. Es ist verantwortungslos gegenüber dem Umfeld den Zusammenbruch zu riskieren. Nur weil man nicht loslassen kann.

Eine verantwortungsvolle Handlungsweise ist, für gute Regeneration zu sorgen.

Mach das deinem Chef und/oder deinen Kunden klar, dass du ihre Bedürfnisse sehr ernst nimmst. Dass du dir bewusst bist, dass du dich in deiner Rolle als ihre wichtigste Ressource in gutem Zustand halten musst. Dass du diese Ressource gut pflegst, um besser und zuverlässiger für sie da sein zu können.

Dein Auto bekommt ja auch seinen Ölwechsel, oder?

Wer das nicht akzeptieren kann ist in den allermeisten Fällen jemand, der sich diese Auszeiten selbst nicht gönnen kann. Dahinter steckt eine Form von Neid. Sei ein positives Beispiel für solche Menschen.

Wer sich für unverzichtbar hält ist nur schlecht organisiert.

Organisiere daher deinen Urlaub, damit du wirklich loslassen kannst.

Wenn du Einzelkämpfer bist, ist es dir vielleicht wichtig, dass dein Telefon und deine Mailbox von Menschen bedient werden. Dann schaue im Internet unter dem Stichwort “virtueller Assistent” nach. Dort findest du Menschen, die in deinem Urlaub für dich ans Telefon und die Mail gehen und die deinen Anweisungen entsprechend handeln werden. Dabei gibt es viele wirklich lohnende Angebote.

Das ist übrigens auch dann für dich interessant, wenn du angestellt bist. Du kannst dir jemanden mieten, der für dich ans Telefon geht, und freundlich Auskunft gibt, dass du nicht erreichbar bist. Das wirkt Wunder! Und ist auch gar nicht so teuer.

Recherchier mal danach.

Organisier dich so, dass du im Urlaub wirklich loslassen kannst.

#2 Vermeide Erinnerungsposten

Sorge dafür dass nichts in deinen Blick fallen kann, dass dich an deine Arbeit erinnern könnte. Loslassen im Urlaub wird sonst unmöglich.

Also das Tablett nicht mitnehmen, den PC nicht anschalten (oder was für dich sonst mit Arbeit in Verbindung steht), usw.

Am einfachsten fällt das, wenn du irgendwo Urlaub machst, wo du nicht lebst. Versorge dich mit einer neuen Umgebung, eine die völlig anders ist als dein Alltagsumfeld. Dann fällt das Abschalten leichter. Das darf zwar, muss aber kein teurer Tripp sein.

Eine einfache Wanderung durch unser schönes Deutschland, die direkt an deiner Haustür beginnt, ist etwas wundervolles. Ich hab das lange Zeit als meinen Lieblingsurlaub so gemacht. Schon allein deshalb, weil ich Reisezeit als nutzlos vertane Zeit ansehe. Ich reise nicht gern.

Wanderungen durch unsere wunderschöne grünen Landschaften haben einen unglaublichen Erholungswert.

Vielleicht fallen dir dann auch – wie mir – die Dichter und Poeten früherer Zeiten ein, die das ebenso gemacht haben. Sie haben dabei wundervolle Werke geschaffen. Das kannst du auch. Dazu gibt’s weiter unten noch einige tolle Tipps.

Die gehen natürlich auch in der Südsee – aber eben auch hier bei uns.

#3 Verschaffe dir Premieren

Unternimm etwas, dass du noch nie zuvor in deinem Leben getan hast.

Etwas aufregendes, spannendes.

Vielleicht kannst du sogar einen deiner Träume realisieren, dass wär doch toll oder?

Es geht darum, dass du deinen Geist intensiv aus seinen Alltagsbewegungen herausholt, indem du ihn auf etwas völlig anderes fokussierst. Etwas, das eine starke Bindekraft entfaltet.

Und das geschieht immer dann, wenn du dich mit etwas beschäftigt, das du noch nie zuvor gemacht hast.

Ob du jetzt in einer aufregenden neuen Umgebung wandern gehst, mit dem Fahrrad über die Alpen fährst, im Biwak im Wald übernachtet, eine Konzert-Tour durch die größten und tollsten Städte machst, oder was auch immer.

Suche es dir aus, was dir Spass machen würde. Aber tu etwas, das dich begeistert.

Begeisterung ist wichtig.

Das Wichtigste überhaupt.

Begeisterung ist Dünger für’s Gehirn, sagt Gerald Hüther, einer der bekanntesten Hirnforscher.

Also begeistere dich!

#4 Sorge für Gemeinsamkeiten

Jeder von uns lebt in einem Umfeld von Menschen, von denen zumindest einige ganz besonders wichtig sind.

Und die im Alltag oft zu kurz kommen.

Deshalb nutze deine freie Zeit, um dich mit den dir wichtigen Menschen besonders intensiv zu verbinden. Loslassen im Urlaub ermöglicht dir das. Finde aufregende Dinge, die ihr gemeinsam tun könnt. Finde Zeiten, die ihr gemeinsam gestaltet.

Im Sinne des obigen Punktes mit den Premieren, kann es sehr aufregend sein, wenn du dich hundertprozentig auf das einlässt, was dir deine Lieben zu tun vorschlagen.

Denn die Kinder werden mit dir vielleicht Sachen machen wollen, auf die du selbst nie kommen würdest. Und die du hinterher als super erholsam empfindest. Genauso deine Partnerin oder dein Partner, oder wen auch immer du dir als Freizeitkompass auswählst.

Wer ist dein Freizeitkompass?

Wenn du das Gefühl hast du kennst niemanden, mit dem du dich in dieser Weise verbinden möchtest, dann überlege ob es einen Gruppen-Urlaub gibt, der dich ansprechen könnte.

So manch einer hat schon in einem interessenorientierten Spezialurlaub (Surfen, Malen, Singen, Tanzen, Trommeln, Töpfern, Weben, …) ganz wundervolle Menschen kennengelernt. Die daraus resultierenden Verbindungen halten oft über viele Jahre. Das liegt daran, wenn man sich bei gemeinsamen Interessen kennengelernt hat.

Wenn du also niemanden hast mit dem du Gemeinsamkeiten teilen könntest, dann suche dir Menschen, um deren Interessen zu teilen. Daraus werden sich Gemeinsamkeiten entwickeln.

Die Chancen, dass du dabei jemand sehr spannendes kennen lernst, sind enorm.

#5 Speichere aufkommende, renitente Arbeitsgedanken ab, …

… um sie sofort wieder loslassen zu können.

Gerade in der Zeit wo man innerlich frei und unbelastet ist, läuft die Kreativität auf Hochtouren. Dabei kommen wichtigste und wertvollste Gedanken hoch, die es auch durchaus wert sind, dass man sie festhält.

Das verleitet dazu sie gleich umzusetzen.

Oder seinen Geist damit zu beauftragen sich diese Dinge zu merken.

Das sorgt für Unruhe, und ist das Gegenteil von dem, was du dir vorgenommen hast.

Auch Gedanken mit Wahnsinns-Ideen musst du loslassen.

Natürlich nicht um den Preis, dass sie entfallen und in Vergessenheit geraten.

Deshalb lege dir etwas an, wo du diese Gedanken “speichern” kannst.

Am einfachsten ist es einen alten kleinen Taschen-Kalender, oder ein funkelnagelneues Notizbuch 🙂 dafür zu verwenden, und zusammen mit einem Stift ständig bei dir zu führen. Notiere jede tolle Idee die aufkommt sofort in diesem Kalender. So geht sie nicht verloren.

Am ersten Tag nach deinem Urlaub plane etwas Zeit ein, um den Kalender durchzugehen, und die tatsächlich verwertbaren Ideen in dein Arbeitsleben sinnvoll zu integrieren.

Manche sind im Nachhinein nämlich doch nicht so toll.

Und manche sind echte Perlen, die es sich lohnt weiter zu verfolgen.

Wahres Loslassen im Urlaub räumt den Kopf frei, damit geniale Ideen, die Perlen, kommen können.

Die Perlen kommen nur in einem echt entspannten Urlaub. Und wenn du dazu keine Zeit hast, dann kann das dazu führen, dass du dir jemanden suchst, der sie für dich ausführt. Denk auch in diesem Zusammenhang an die vielen virtuellen Assistenten. Ja, du vermutest richtig, ich bin ein Fan davon. Ich nutze auch immer wieder Online-Services um meinen Kram erledigt zu bekommen.

Also nochmal: Organsiere deine Ideen so, dass sie Platz machen für weitere Ideen, ohne dich aus deiner Urlaubsstimmung zu reissen.

Auch die tollsten Ideen können warten, bis sie dran sind! Vielleicht kommen noch bessere?

Innere Unruhe loslassen, Anleitung

 

#6 Praktiziere Achtsamkeit

Um auch einen sehr einfachen Urlaub auf dem eigenen Balkon zu einer entspannungsfördernden Wohltat werden zu lassen, ist die Achtsamkeitspraxis äußerst wertvoll.

Achtsamkeitspraxis bedeutet, dass du sehr bewusst genießt.

Alles.

Es ist eine Form der Meditation.

Eine sehr interessante Form der Meditation ergibt sich, wenn du versuchst mit einer Kamera neue Perspektiven zu erforschen.

  • Versuche Gänseblümchen von unten zu fotografieren
  • deinen Scheitel von oben
  • fotografiere das Ohr deiner Katze
  • den Kaktus im Gegenlicht
  • den Besen von unten
  • die Deckenlampe von oben
  • … oder was auch immer dir einfällt.

Versuche spielerisch und künstlerisch mit den dir verfügbaren Möglichkeiten umzugehen. Du wirst völlig neue Blickwinkel auf dein Leben und auf die Details deines Lebens entdecken. Loslassen im Urlaub ermöglicht es dir völlig spielerisch die Welt neu zu finden.

Darin liegt ein großer Reichtum.

Genau dasselbe kannst du tun, indem du deinen Geist in eine neue Perspektive auf die Dinge bringst.

Du kannst zum Beispiel versuchen, dein Leben aus der Perspektive eines anderen Menschen zu betrachten.

Perspektivenwechsel geht so

Wähle dazu einen Menschen der dir sehr wichtig ist. Vielleicht magst du dein Leben mal aus der Sichtweise deines besten Kumpels oder deiner besten Freundin sehen. Dazu versetze dich erst einmal in die dir so gut bekannte Person hinein, und versuche so zu fühlen wie sie oder wie er.

Erinnere dich an gemeinsame Unternehmungen und Gespräche. Geh intensiv in dieses andere Lebensgefühl hinein. Und dann schau durch die Augen dieses Menschen auf dein Leben. Auf das was du jetzt gerade tust.

Was fällt dir dabei auf? Was ist spannend?

Diese Art der Perspektiven-Veränderung ist ein sehr schönes Spiel, mit dem er sehr leicht und schnell sich von seinen eigenen Emotionen lösen kann. Sie bekommen ganz andere Stellung im eigenen Leben.

Dasselbe funktioniert natürlich auch, wenn du aus der Perspektive deiner Kinder oder deines Haustieres auf dich schaust.

Was mögen diese veränderten Perspektiven auf dein Leben dir sagen?

Manchmal entdeckt man durch dieses Spiel unglaubliche Weisheiten.

#7 Schreibe dein Tagebuch als Kurzgeschichtensammlung

Notiere dir in einem Extra-Notizbuch (Also noch ein weiteres), welches etwas größere Seiten bereithält, was du erlebst.

Schreibe deine Erlebnisse des Tages jeden Abend auf. Und zwar als eine schöne Geschichte.

Die Erlebnisse und Gedanken jedes Tages binde abends in eine Kurzgeschichte ein.

Die Kurzgeschichte des Tages umfasst genau die Geschehnisse dieses Tages.

Schreibe für jeden einzelnen Urlaubstag eine kleine Kurzgeschichte mit allen Komponenten, die zu einer guten Kurzgeschichte dazu gehören. Tipps zum guten Schreiben findest du im Internet. Haufenweise!

Am Ende deines Urlaubs wirst du ein wunderbares Werk haben, an dem du noch lange Zeit sehr viel Freude haben wirst. Du kannst es mit selbst gemalten Bildern ergänzen, zusammen mit deinen Fotos als Urlaubsbuch herausbringen, und deinen Lieben schenken.

Als wunderbares und sehr persönliches Dankeschön, für die gemeinsame Zeit.

Oder selbst behalten und von weiteren Urlauben träumen.

#8 Unternimm Touren in Fremdgebiete

Damit meine ich: mach einen kleinen Ausflug, zu Fuß, und in eine Gegend wo du dich normalerweise nie aufhalten würdest. Erforsche diese.

Wenn du in einer Deutschen Großstadt urlaubst, könntest du mal im Bahnhofsviertel spazieren gehen.

Als Kontrastprogramm gehst du danach im Nobelviertel spazieren.

… und dann wieder im Bahnhofsviertel.

So ein Kontrastprogramm öffnet die Augen und die Seele!

Falls du in der Ferne Urlaub machst

Angenommen du bist im Urlaub im Süden, in einer Region wurde schon oft warst. Dann versuche jetzt einen Fleck zu finden, an dem du dort noch nicht gewesen bist. Und geht diesen zu Fuß erkunden.

Beobachte was du siehst als würdest du einen neuen Planeten erkunden

  • Beobachte ganz achtsam jedes Detail das hier in den Blick fällt.
  • Überlege, wie du es in deine Kurzgeschichte zu diesem Tag einbinden willst.
  • Suche Begegnungen mit den Menschen dort.
  • Oder überhaupt mit anderen Menschen.

Lass dich auf nette kleine Gespräche ein, ohne allzu viel zu erwarten. Es geht nur darum sich gegenseitig wahrzunehmen, sonst nichts.

#9 Digital Detox

Wenn du normalerweise in deinem Alltag viel an elektronischen Geräten arbeitest, also mit PC, Laptop, Tablett, Smartphone, dann nimm dir vor, in deinem Urlaub völlig darauf zu verzichten.

Lass die Finger davon.

Halte die zunächst anstrengenden Stunden aus, und löse dich von der Gewohnheit ständig das Handy zu checken.

Diese Zuckungen lassen nach einiger Zeit nach. Dann öffnet sich dir eine neue Welt!

Daraus kann sich ein völlig neues, äußerst exotisches Lebensgefühl entwickeln.

So gehts

  • Statt SMS, schreibe kleine Papiernotizen und drapiere sie an überraschenden Orten.
  • Statt Fotos mit deinem Handy zu machen, greife zu einem richtigen Fotoapparat, oder noch besser
  • greife zu Papier und Stift und male selbst.
  • Und benutze dein Notizbuch

#10 Geh mit dem Hund spazieren

Falls du keinen eigenen Hund hast, leih dir einen und geh mit ihm spazieren. Mit einem Hund spazieren zu gehen, das ist ein Einstieg in eine völlig neue Welt.

Der Hund findet völlig andere Dinge interessant als du. Während du mit ihm gehst, hast du die Chance dich in seine Welt einzufühlen. Das ermöglicht dir völlig neue Erkenntnisse und Sichtweisen auf diese Welt. Dazu hatten wir weiter oben schon einige Gedanken.

Hundebesitzer lernen typischerweise andere Hundebesitzer kennen, beim gemeinsamen Gassi gehen, beim zufälligen Treff auf derselben Wiese, oder wo auch immer. Das sind Menschen, den man sonst nie begegnen würde.

Lass dich auf diese völlig anderen Menschen ein.

Lass sich auf ein netten kleinen Small-Talk ein.

Wenn du niemanden kennst, der einen Hund hat, dann lerne Leute kennen. Die meisten Hundebesitzer freuen sich, wenn sie ihren Liebling mal vorübergehend in gute Hände geben können. Auch Tierheime freuen sich über Hundepatenschaften. Nutze das zur Erweiterung deiner Erholungsmöglichkeiten und deines Erlebens der Wunder dieser Welt.

#11 Schweige – Lege ein Schweigetag ein

Nimm dir vor, einen ganzen Tag lang, vom Aufstehen bis zum Schlafengehen, nicht zu sprechen.

Gar nicht.

Stille!

Wenn du nicht alleine lebst, kündige das an. Und übe dich während deines Schweigens darin, dass du die Ausdrucksform des Sprechens durch andere Ausdrucksformen ersetzen kannst.

Vor allem: lerne die Klappe zu halten.

Fang nicht damit an, dein Umfeld mit Geschriebenem vollzutexten. Halte auch die “Schreib-Klappe”.

Du kannst mit den Augen auf etwas zeigen, wenn du etwas zeigen möchtest. Sei kreativ.
Und wenn du mal etwas gar nicht kommunizieren kannst, dann übe dich in Gelassenheit.

Das ist eine sehr gute Übung.

Oft entdeckt man dabei, dass das gar nicht so wichtig ist.

Ich habe in meinen intensiven Retreats (14 Tage ohne zu Sprechen unter Sprechenden leben) das Schweigen als außerordentlich heilsam erlebt.

Es ist wunderbar was dabei geschieht.

Allerdings bin ich der Meinung, dass ein Tag Schweigen für mich persönlich viel zu kurz ist. Mein Geist braucht mindestens 3-4 Tage, bevor er langsam ruhiger wird. Falls dein Geist auch so ist, dann versuche es mal mit 5-7 Tagen Schweigen. Bei mir haben sich 14 Tage als sehr gut erwiesen.

Nochmal: Wenn du mit anderen zusammenlebst, ist es eine gute Idee sie vorher darüber zu informieren. 🙂

Gefühle Loslassen Anleitung

 

#12 Folge deiner Lust

Ja das meine ich ernst.

Lebe einen Tag ohne irgendetwas zu planen, oder dir vorzunehmen.

Folge deinen spontanen Gelüsten.

In jeder einzelnen Sekunde lass dich einfach in den Tag hineinfallen, und genieße das süße Nichtstun.

Wenn du dabei Lust verspürst etwas Bestimmtes zu tun, dann tun genau das.

Sofern es irgendwie sinnvoll machbar ist.

Manches geht einfach nicht.

Dann lache über dich.

Angenommen du hast jetzt erst mal gar keine Impulse, denn Sitze eben da, wo du gerade sitzt, und träume vor dich hin. Tue nichts.

Genieße dieses Träumen.

Nichts zu tun ist völlig in Ordnung.

Wenn dich nach einiger Zeit des Nichtstuns der Appetit auf ein Stück Schokolade oder etwas anderes packt, dann gönne dir dieses.

Das oberste Gebot ist: Genieße es sehr bewusst!

Ergib dich dem lustvollen Schlecken, in völliger Achtsamkeit und meditativ.

Schokoladen-Meditation ist was feines!

Danach spüre weiter in dich hinein.

Vielleicht kommt jetzt der Impuls, dass du gerne den Garten umgegraben möchtest?

Wenn dem so ist, dann tu das.

Wenn dem nicht so ist, dann eben nicht.

Wenn kein Impuls kommt, dann tue nichts

#13 Schalte dein inneres Kino an

Es ist völlig in Ordnung einige Stunden vor sich hinzuschauen, und die eigene Gedankenwelt als Innenweltkino zu genießen.

Ich mache das oft, und gerne.

Weil es die Seele befreit.

Es tut richtig gut.

Wichtig ist nur dass du dabei einen gewissen inneren Abstand nimmst, damit du dich nicht mit deinen Gedanken in einen Disput verwickelst. Mache wirklich Innenwelt Kino. Stell dir vor du sitzt im Kino.

Du  schaust dir den Film “meine Gedanken” an.

Das kann sehr lustig werden. Und es kann in den Alphazustand führen.

Wer einige Zeit sehr entspannt durch den Tag fließt, erlebt schnell, dass aus der Innenwelt ganz neue Impulse auftauchen.

Das können Bilder sein, Klänge, Stimmen, oder einfach Farben. Du bist jetzt im Alpha-Zustand. Das ist der erholsamste Zustand, den wir überhaupt haben können. Genieße ihn. Lass dich treiben und folge deinen inneren Impulsen. Schau Innenwelt-Kino.

Lass sich dabei nicht auf negative Gedanken ein.

Wenn solche Impulse kommen, dann ersetze sie sofort durch ihr positives Gegenteil. Das positive Gegenteil ist immer eines, an welchem sich auch alle Beteiligten oder sonst wie betroffenen Personen erfreuen.

Du hast es richtig verstanden: du sollst trödeln und die Seele baumeln lassen.

“Trödeln statt Rödeln”

#14 Geh in die Natur, um ihrer Sinfonie zu lauschen

Gehe nach draußen, an einen ruhigen Fleck, wo die Vögel zu hören sind. Bachgeplätscher, oder was auch immer. Naturgeräusche.

Es geht darum, dass du die Sinfonie dieser Welt erlauschst.

Versuchen wirklich alle Klänge, die dein Ohr erreichen, so zu hören, als wäre es eine großartige Sinfonie.

Du wirst schnell merken, dass diese Art des Hörens einen gewissen inneren Abstand zu dem Gehörten hervorruft.

Daraus können ganz wundervolle Trancezustände entstehen.

Genieße diese.

#15 Sei dankbar

Dankbarkeit ist ein stark regenerierendes Element.

Während du deinen Nichts-Tun-Tag hast, kannst du dir ein paar Gedanken darüber machen, wofür du in deinem Leben dankbar sein kannst.

Oder du machst am nächsten Tag einen Dankbar-Sein-Tag. Das ist noch besser.

Und zwar denke dabei ganz besonders an die einfachen Dinge, die gern in der Selbstverständlichkeit untergehen.

  • Sei dankbar für deinen Körper, die es dir ermöglicht in dieser Welt zu sein. Vielleicht hast du ja sogar einen sportlichen und leistungsfähigen Körper. Sei dafür besonders dankbar, vielen Menschen geht es nicht so.
  • Sei dankbar für die Augen die dir das Sehen ermöglichen, wenn du zu den Sehenden gehörst.
  • Sei dankbar für deine Ohren, die dir das Hören ermöglichen, wenn zu den Hörenden gehörst.
  • Sei dankbar für deinen Tastsinn, der dir das Fühlen ermöglicht.
  • Sei dankbar für dein Herz, das dich am Leben erhält.
  • Sei dankbar für deinen Geist, der dir das Lernen ermöglicht.
  • Sei dankbar für deine Sprache, und für deine Ohren, die dir das Kommunizieren per Sprache ermöglichen.
  • Danke der Kloschüssel für den Dienst den sie dir leistet.
  • Danke der Waschmaschine für den Dienst den sie dir leistet.
  • Danke deiner Zahnbürste für den Dienst den sie dir leistet.
  • Danke einen ganzen Tag lang jedem einzelnen Gegenstand, für die Dienste die er dir angedeihen lässt.

Du wirst erstaunt sein, was das ausmacht.

Du wirst dich als reicher Mensch fühlen, völlig egal wie wenig du vielleicht auf der Kasse hast.

Es geht nur darum, sich das bewusst zu machen, was man schon alles Tolles hat.

Dankbarkeit ist ein ganz wunderbarer Weg dazu.

  • Sei dankbar für die wunderbaren Menschen in deinem Umfeld, die sich um dich sorgen und kümmern.
  • Sei dankbar für deinen Partner und oder deine Partnerin, für deine Kinder.
  • Sei dankbar für deine Nachbarn. Ja, sei auch dieser einen, anstrengenden Nachbarin, oder dem nörgelnden Nachbar. Sei dankbar, denn sie liefern dir viele Impulse, was du unter im eigenen Leben verbessern kannst.
  • Sei deiner Firma dankbar, dass du arbeiten kannst. Oder falls du keine Arbeit hast, dann sei den Menschen und Organisationen dankbar, die dir dein Leben so ermöglichen, wie es ist.

In jedem Leben, und sei es noch so jämmerlich, lässt sich einiges finden wofür man dankbar sein kann.

Sei kreativ und finde davon einen Tag lang so viel wie möglich.

Und schreibe diese Dinge sobald du sie entdeckt hast in dein Notizbuch mit hinein.

Du wirst staunen, wie viele Dinge es gibt, für die du dankbar sein kannst.

Freu dich darüber.

#16 Genieße die Düfte dieser Welt

  • Genieße den Duft des Brotes beim Frühstück. Dieser Duft wirkt als Genussverstärker.
  • Ganz besonders genieße den Duft der Äpfel in deinem Wohnzimmer. Das ist ein grosser Kreativitätsverstärker, den auch die alten Denker und Dichter zur Inspiration gerne genossen haben.
  • Unbedingt genieße den Duft deines Hundes. (Ja, Duft!)
  • … oder deiner Katze, Vögel, Meerschweinchen, … was du eben hast.
  • … und den deiner lieben.
  • Genieße den Duft der Blumen, des Grases, der Bäume.
  • und genieße den Duft der Sonne auf deiner Haut.

Verstärke diese Dufterlebniswelten, indem du dich mit ätherischen Ölen beschäftigst. Gehe in ein Geschäft, wo du ätherische Öle erhalten kannst, und besorge dir dort ein, zwei oder drei dieser kleinen Fläschchen.

Mache eine Duftmeditation

Tropfte etwas von diesem Öl, also einen Tropfen, auf deinen Handteller. Reibe die Hände aneinander. Setze dich so hin, dass du dich im aufsteigenden Duft versenken kannst. Meditieren auf diesen Duft.

Lass diesen Duft in der emporsteigen, und öffne dich den inneren Bildern, die er in dir hervorruft.

Es ist manchmal erstaunlich, was da kommt.

Wenn du den Wunsch hast die Kraft der ätherischen Öle zu nutzen, um innerlich ruhiger zu werden, dann suche dir gezielt die Öle aus, zu denen du eine besonders entspannte Haltung hast.

Falls du gerade eher etwas trübsinnig bist, dann suche dir ein Öl aus, das für dich das Gegenteil von Trübsinn vermittelt. Vielleicht Freude, oder Liebe? Entscheide dich für das Positive Gegenteil und suche dir das dazu passende Öl.

Allgemein gelten diese Öle als hilfreich, für diese Zwecke

  • Zeder
  • Südpresse
  • Rosengeranie
  • Orange
  • Mandarine.

Du kannst dich in dieser kleinen Liste orientieren, und natürlich auch eigene entdecken. Düfte sind immer sehr individuell, da sie mit früheren Erlebnissen in Verbindung stehen. Entscheide unbedingt selbst, was dir am besten tut.

Noch ein Tipp:

Statt ätherische Öle kannst du auch die Kräuter Gewürze aus dem Küchenschrank nehmen. Du kannst einige davon in ein Schälchen legen, und dieses Schälchen in die Hand nehmen, um eine Duftmeditation damit zu machen.

Ich denke du hast jetzt ganze Menge Anregungen bekommen, was du in deinem Urlaub tun kannst, um abzuschalten

Wundere dich nicht, wenn das Abschalten nicht von selber kommt.

Dafür muss man sorgen.

Setze diese und weitere Tipps um und entspanne nach allen Regeln der Kunst.

Lehre deinen Geist das Loslassen, indem du ihn auf Loslassen fokussierst.

Mache nicht den Fehler dein Geist willenlos sich selbst überlassen. Das kann schnell dazu führen, dass er heimlich anfängt zu arbeiten. Und das ist dann unheimlich blöd!

Fokussiere deinen Geist auf etwas, das mit Entspannung assoziiert ist. Dazu hast eine Menge Anregungen erhalten.

Hier nochmal alle Tipps zu “Loslassen im Urlaub” in der Übersicht

Klicke auf das Bild, um es herunter zu laden.
Mache jemandem damit eine Freude.

Loslassen im Urlaub InfografikIch wünsche dir viel Freude und reiche Erkenntnis bei der Umsetzung!

Lass mich bei Gelegenheit wissen, was du erlebt hast. Und schreibe mir deine weiteren Ideen. Ich füge sie sehr gern dieser Liste hinzu. Du kannst sie am besten gleich in den Kommentarbereich hier drunter schreiben. Das ist am einfachsten.

Ich freue mich darauf.
Deine Mahashakti

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